FRAGEn


Mode- und Celebrity-Fotograf Christopher Bissell über die prägenden Momente in seiner 40-jährigen Karriere und seine Zukunft hinter der Kamera

Nikon-Kamera


Die erste?

Die Nikon F2. Ich habe diese Kamera geliebt, denn sie war benutzerfreundlich und superrobust.

Die letzte?

Die Nikon D810. Mir gefällt die bewährte Haptik und intuitive Bedienung – fühlt sich praktisch an wie meine anderen Nikon-Kameras.

Die nächste?

Ich werde mir wohl die D850 anschaffen.

Auftrag


Der erste?

In den 1970ern als Advertorial-Fotograf für das kanadische Monday Magazine.

Der letzte?

Auf der London Queer Fashion Show fotografierte ich backstage und hatte ein spezielles Shooting mit Moderatorin Courtney Act und Model Tess Holliday. Es war großartig – eine der besten Modeschauen überhaupt.

Der nächste?

Ein neues Porträt der legendären Modedesignerin Zandra Rhodes, die kürzlich 80 Jahre alt wurde.

Location-Shooting


Das erste?

Die Fidschis von einem Kreuzfahrtschiff aus: Fotos vom Meer, von den Inseln und der Kreuzfahrt. Ein magischer Moment atemberaubender Schönheit.

Das letzte?

In Südostlondon auf einem Spaziergang entlang der Themse – ein Foto von Freddie, dem Fuchs, der mir häufig über den Weg läuft und auf meinem Instagram-Account zu sehen ist. Die Leute lieben meine Bilder und Geschichten über ihn.

Das nächste?

In Vancouver, Kanada. Ich freue mich schon darauf, denn ich bin dort aufgewachsen – eine wunderschöne Stadt. Es wird ein Job mit Nachwuchsmodels sein. Immer wieder spannend, mit jungen Talenten zu arbeiten.

Namensnennung


Die erste?

Das war im Monday Magazine und ein unglaubliches Gefühl, als hätte ich in der Fotografie endlich Fuß gefasst und als stünde der fotografischen Karriere nichts mehr im Wege. Es ist toll, diese Anerkennung zu bekommen.

Die letzte?

In Zandra Rhodes’ neuem Buch 50 Fabulous Years In Fashion. Dort sind auch einige meiner Arbeiten abgedruckt. Es ist immer toll, mit ihr zusammenzuarbeiten – sie ist ein besonderer, inspirierender Mensch.

Die nächste?

Ein neues Buch mit John Cleese.

Glücksfall


Der erste?

Ein Freund empfahl mich für einen Job bei den Commonwealth Games 1978 [in Edmonton, Kanada]. Ich nutzte die Erfahrung, um eine Laufbahn als Modefotograf einzuschlagen.

Der letzte?

Auf einer Preview traf ich kürzlich einen bekannten Designer, der mich für eine neue Kampagne engagierte. Es ist immer aufregend, für neue Auftraggeber zu arbeiten.

Der nächste?

Ich fand es großartig, als Jurymitglied und Fotograf bei Britain’s Next Top Model dabei zu sein, und würde gern wieder fürs TV arbeiten. Das hat viel Spaß gemacht und liegt mir: Ich fühle mich wohl vor der Kamera und liebe die Live-Interaktion.

Gelöstes Problem


Das erste?

Für mich sind Rückschläge keine Niederlagen: Ich versuche immer, das Positive zu sehen. Für die Aufnahmen zu meiner Fotoserie The Homecoming mietete ich eine Spitfire. Leider regnete es an dem Tag, also nutzte ich sie als stimmungsvolle Kulisse.

Das letzte?

Im Winter 2018 während der Aufnahmen für Zandra Rhodes. Eisiger Wind, -3 °C. Mir ist es wichtig, dass es den Models gut geht, also musste ich schnell sein. Sie hüpften, um sich warm zu halten – das verlieh den Bildern besondere Dynamik.

Das nächste?

Bei der Vorbereitung auf ein Shooting überlege ich genau, was ich brauchen werde, und arbeite mit einem wundervollen Team zusammen, dem ich vertraue und das für alle Eventualitäten gerüstet ist.