Die Kraft der inneren Einstellung


Eine Schulterverletzung beendete Oliver Malicdems Breakdance-Karriere. Doch wo sich eine Tür schließt, öffnet sich oft eine andere

Fotografie und Breakdance scheinen auf den ersten Blick ein ziemlich ungleiches Paar zu sein. Doch Oliver Malicdem, ein netter, energiegeladener Fotograf aus der Schweiz, weiß, dass die beiden mehr gemeinsam haben, als man annehmen könnte.

»Ich nutze die Posen, Emotionen und die Kraft von Tanz gern in meiner fotografischen Arbeit«, sagt er. »Während meiner Breakdance-Zeit habe ich sehr viel über Körpersprache und die Kraft der inneren Einstellung gelernt. Das kommt mir heute bei der Motivwahl und Bildkomposition zugute«, erklärt Oliver. Eine Schulterverletzung beendete 2010 die professionelle Breakdance-Karriere des damals 21-Jährigen (gefolgt von einer zweiten Verletzung 2018) – auch wenn er noch immer etwa einmal die Woche trainiert. Dadurch konnte er sich ganz auf seine zweite Leidenschaft konzentrieren: die Fotografie. Dank seiner positiven Lebenseinstellung verfiel Oliver nicht in Selbstmitleid. Stattdessen nutzte er die Zeit, als er seine erste Verletzung auskurierte, um seine fotografischen Kenntnisse zu vertiefen.

»Es war hart, aber ich konnte all meine Energie in die Fotografie stecken«, sagt er. »Ich hatte Zeit, sehr viel zu lernen. Heute bin ich sehr dankbar für diese 12 Monate. Natürlich war das eine unangenehme Lebensphase mit vielen Schmerzen. Doch jede negative Erfahrung hat auch ihre positiven Seiten.«

Olivers Optimismus ist jedenfalls nicht so schnell kleinzukriegen. Seine fotografische Arbeit vereint Kunst-, Mode- und neuerdings auch Hochzeitsfotografie. Zu Beginn seiner Karriere war er jedoch eher künstlerisch unterwegs.

»Meine erste digitale Spiegelreflexkamera holte ich mir nur so zum Spaß. Doch schon bald stand fest, dass ich die Fotografie zu meinem künftigen Beruf machen wollte«, sagt er. »Meine ersten Aufnahmen war sehr künstlerisch angehaucht. Inspiriert wurde ich von zwei Freunden aus Berlin, die auch Tänzer waren, allerdings in der Theaterwelt arbeiteten. Die beiden war sehr kreativ und beeinflussten mich auf vielfältige Weise, was neue Musik, neue Tanzstile und auch neue Fotografie angeht. Inzwischen hat sich meine Arbeit stark verändert. Damals versuchte ich mit meinen künstlerischen Aufnahmen einen tieferen Sinn rüberzubringen. Meine ersten Arbeiten gefallen mir zwar noch immer sehr gut, aber heute fotografiere ich ganz anders. Vielleicht knüpfe ich irgendwann nochmal an meine Anfänge an, wenn ich mal Zeit habe, mein Portfolio zu aktualisieren!«

Wie viele Fotografen experimentierte Oliver anfangs mit ganz unterschiedlichen Stilen und nahm jeden Auftrag an, den er kriegen konnte. »Dazu gehörte auch die Hochzeit eines Freundes«, erzählt er. »Das hat mir superviel Spaß gemacht. Seitdem fotografiere ich im Frühling und Sommer hauptsächlich Hochzeiten und lege den Fokus im Herbst und Winter auf Kunst und Mode.«

Auch wenn sich Oliver in allen Genres von seiner Tanzerfahrung inspirieren lässt, überwiegen am Ende doch die Unterschiede: »Für meine Kunst- und Modearbeiten folge ich meistens einem Briefing als Grundlage für das gesamte Konzept. In diesen Bereichen lasse ich mich auch von der Architektur inspirieren – ich verwende sehr gern abstrakte Bewegung in meinen Aufnahmen. In der Hochzeitsfotografie kommt es vor allem darauf an, was das Brautpaar möchte. Die Ergebnisse sind also immer eine Kombination aus meinem persönlichen Stil und dem, was die Kunden glücklich macht.«

Vor zwei Jahren gründete Oliver gemeinsam mit einem Freund die Agentur »Content Creators«. Die Firma sitzt in Zürich, die Kunden kommen aus der ganzen Schweiz. Während sein Geschäftspartner den Videobereich verantwortet, ist Oliver für die Fotografie zuständig. »Im letzten Jahr hatten wir offensichtlich sehr viel Zeit, um ein geeignetes Studio zu finden. Das war einer der Vorteile der Corona-Pandemie.«

Natürlich ist Oliver auch gespannt, was der Umstieg auf das spiegellose Kamerasystem für seine Fotografie bedeutet.

»Ich finde die Mechanik einer DSLR-Kamera noch immer sehr gut, bin aber auch ein großer Fan der spiegellosen Revolution. Beide Systeme liefern ausgezeichnete Ergebnisse. Dieses Jahr wird meine erste Hochzeitssaison mit der Nikon Z 7II sein. Das AF-System und die Low-Light-Eigenschaften bieten mir mehr Möglichkeiten. Ich habe bereits mehrfach mit der Z 7 gearbeitet. Die kleine, kompakte Größe ist ideal für Reisen und auch die stille Auslösung ist fantastisch.«

Auch für die spiegellose Videofunktion, die er privat benutzt, findet er Lob. Bei so vielen Veränderung bleibt Oliver offen für neue Dinge. »Schließlich entwickelt sich die Fotografie ständig weiter – und ich mich auch.«

oliver malicdem

schweiz

Die Kameras und Produkte von Nikon überzeugen durch Qualität, Design und Handhabung. Auch der Service ist ausgezeichnet.

Das kommt auf den Auftrag an. Für Hochzeiten verwende ich aktuell meine D6 mit dem 24–70 mm 1:2,8, 70–200 mm 1:2,8 und 50 mm 1:1,4. Als Zweitkamera habe ich die Z 7II dabei. Wenn ich reise oder Social-Media-Content produziere, arbeite ich am liebsten mit der Z 5.

Ich bin stolzer Besitzer der D 6, Z 7II und Z 5. Momentan sind also keine Wünsche offen. Allerdings wäre es schön, das neue NIKKOR Z 50 mm 1:1,2 S zu haben.

Z 7II

Z 5

NIKKOR Z 50 mm 1:1,2

Ein Bild aus einer Reihe, die Oliver für eine Schmuck- und Luxus-Nachtwäsche-Marke fotografierte

D5 AF-S NIKKOR 24–70 mm 1:2,8G

Die Vielseitigkeit der 24-70 mm Objektive wird effektstark für dieses volle Bild eingesetzt

D5 AF-S NIKKOR 24–70 mm 1:2,8G

»Jedes Model in dieser Modekampagne für Hanimanns war Tänzerin«

D5 AF-S NIKKOR 24–70 mm 1:2,8G

Ein Schnappschuss von der Kampagne, an der Oliver für Schweizer Kleidungsmarke Savoye arbeitete

AF-S NIKKOR 24-70 mm, 2,8G4

Ein weiteres beeindruckendes Bild von Olivers Hanimanns-Kampagne, einer Modeagentur für afrikanische Designer, die Produkte nach Europa exportiert

D5 AF-S NIKKOR 24-70 mm 2,8G